urban management course "desired revolutions"

From the 8th of November a two weeks master course on urban management was offered from the PUCPR. Several students from all over the world, e.g. Japan, Malaysia, Italy, Ecuador, Colombia, Brazil and Germany, participated. We all got on very well with each other and most became good friends. It was quite interesting to get to know the city from a different point of view as only from the professional marketing side.

The topics were transportation, urban planning and governance as well as environmental sanitation. Several study and field trips were organized by the excellent professors of the university. Such as visits to the municipal planning authority IPPUC or IMAP as well as a field trip along the urban river Belém. For instance, the qualitiy of its water is in great contradiction to several environmental and sustainable awards the city of Curitiba gained lately. The pictures below show some of my impressions of these two weeks.

Trips to IPPUC and the Belém River

In the third week some of us went to Porto Alegre to get to know the city and its periphery. In my opinion the most interesting part was a field trip to a favela called "Vila Chocolatão" quite in the center of Porto Alegre. The people there live in extremely poor health and sanitation conditions. Drug dealing and other crimes are quite frequent. The slum itself is surrounded by very modern federal administrative buildings. An enormous contrast.

It is intended to move all of the favelas' inhabitants from the center of the city to a suburban area where every family will get a proper house with free water and electricity supply. At the moment many of them make their living by collecting garbage and recycling it directly in the slum. This is going to be transformed as well to the new area, so that nobody will lose their income. A new children daycare center will be built on the new site, too. Also, the site where they are living at the moment will not be sold but used for municipal purposes. From these aspects it seems to be an improve for the people living in the favela and for the authorities. But the inhabitants will also be forced to move to the suburb which means longer distances for them to the center of the city in case they work there. This is a not so easy situation at all, but on the other hand one has to consider that they live at the moment on illegally occupied land, belonging to the city. The pictures below show the Vila Chocolatão and some of the children and adults living there. Also the building site which will be their new home soon.

Field trip to Vila Chocolatão in Porto Alegre

Mata Atlântica - Caminho do Itupava

Dia de Nossa Senhora Aparecida - 12.10.2010

Der Caminho do Itupava ist ein historischer Weg welcher sich von Curitiba (Borda do Campo) nach Morretes (Porto de Cima) durch den Mata Atlântica (Atlantischer Regenwald) erstreckt. Er war über Jahrhunderte hinweg die einzigste und damit wichtigste Verbindung zwischen der Küsten- und Hochebene von Paraná. Angelegt wurde er zwischen 1625 und 1654 von den Ureinwohnern Brasiliens, Bergleuten und Sklaven. Inzwischen existiert sowohl eine Autobahn als auch eine Schienenverbindung zwischen Curitiba und der Küstenregion.

Heute ist der Caminho do Itupava ein beliebter Wanderweg. Mit einer Distanz von gut 16 km ist er in etwa sieben Stunden (mit Pausen) zu bewältigen. Der Wanderpfad kreuzt oft kleinere Bäche, Flüsse und Wasserfälle mit glasklarem Wasser aus dem Serra do Mar Gebirgszug. Des Weiteren kreuzt der Weg zwei mal die Eisenbahnstrecke welche Curitiba mit Paranaguá verbindet. Der Caminho do Itupava wird finanziell von der KfW-Bank unterstützt und ist eine Kooperation zwischen den föderativen Republiken Brasilien und Deutschland.

Brasília - Distrito Federal

1. - 4. Oktober in der Hauptstadt Brasiliens

Mit webjet für ca. 160 € (return) von Curitiba nach Brasília mit Zwischenlandung in São Paulo. Ankunft nachmittags bei 32° C und sehr schwülen Temperaturen. Samstags vormittags folgte dann das zu erwartende Gewitter mit heftigen Regenschauern.

Nach einer mehrmonatigen Dürrezeit im zentralen Hochplateau Brasiliens hat sich das Bild der Hauptstadt entsprechend gewandelt. In der Stadt und im Umland gibt es kaum Grünes, bis auf einige Bäume, Palmen und bewässerte Grünanlagen. 

1 Eixo Monumental vom Torre de TV / 2 auf der Monumentalachse / 3 Memorial JK (Juscelino Kubitschek, ehem. Staatspräsident Brasiliens welcher Brasília gründete) / 4 Senado im Congresso Nacional / 5 Vorsaal des Senado / 6 Congresso Nacional bei Nacht / 7 Candangosna auf dem Praça dos Três Poderes / 8 unterhalb des Nationalkongresses / 9 Congresso Nacional (im Hintergurnd Esplanada dos Ministérios) / 10 Museu Nacional de Brasília / 11 Ponte JK (Juscelino-Kubitschek-Brücke) über den Paranoá-See / 12 Gottesanbeterin im Hostel

Brasília ist seit 1960 die Hauptstadt Brasiliens und wurde nach dem "plano piloto" vom Stadtplaner Lúcio Costa und die öffentlichen Gebäude vom berühmten Architekten Oscar Niemeyer entworfen. Der Distrito Federal liegt zwischen den Bundesstaaten Goiás und Minas Gerais.

1 Stadtplan von Brasília / 2 Metromodell Brasílias

Zwar besitzt Brasília ein Metrosystem mit zwei Linien, welche auch regelmäßig fahren, dafür ist das Bussystem katastrophal und lange Wartezeiten sind quasi vorprogrammiert. 

1 Parque Agua Mineral (Nacional) de Brasília / 2 Architektur in der Natur / 3 Pool mit reinstem água mineral, ohne Chlor / 4 Ablauf des Schwimmbeckens in den natürlichen Kreislauf

Brasília liegt klimatisch gesehen in der tropischen Zone Brasiliens, was sich im Vergleich zu Curitiba (subtropische Zone) sehr gut anhand der unterschiedlichen Temperaturen sowie der exotischeren Fauna & Flora, z.B. der mangobaum-gesäumte Eixo Monumental, feststellen lässt.

1 Knotenpunkt / 2 Übergang Wohngebiet -> Serra / 3 Wasserscheide in Goiás

August & September

Nach einer knapp zwei-monatigen Pause, v.a. bedingt durch Zeitmangel, folgt ein neuer Post. Dieses mal mit weniger Text, dafür mit vielen Bildern der vergangenen Zeit.

Ilha do Mel

die autofreie Insel "Ilha do Mel" - ca. 115 km von Curitiba entfernt

Curitiba

1 Wahlkampf in Curitiba / 2 Araucaria (Wahrzeichen des Bundesstaates Paraná) / 3 Capivara im Parque Tingui / 4 Curitiba vom Torre Panorâmica

Foz do Iguaçu

PUCPR, Capoeira & bus tubes

Anfang der Woche war der erste Empfang für die Austauschstudierenden (intercambistas) an meiner neuen Uni in Curitiba, der Pontifícia Universidade Católica do Paraná PUCPR (sprich [puki]). Der Campus ist relativ groß, schön angelegt und es gibt sowohl historische als auch neue Gebäude, wie beispielsweise die Bibliothek im Bild unten. Beim Empfang waren diverse Professoren, lokale Studierende und ca. 20 Austauschstudierende anwesend, wobei in den nächsten Woche noch einige nachkommen werden. Socializing stand auf dem Programm. Kommenden Montag beginnen dann auch schon die Vorlesungen. Es muss festgelegt werden, ob Vorlesungen vormittags oder abends besucht werden. Bei den niedrigeren Semestern werden 2 mal täglich exakt die gleichen Vorlesungen angeboten, sowohl morgens als auch abends. Dieser Service kommt Studierenden die arbeiten müssen sehr entgegen. Ich werde Vorlesungen aus den Kursen engenharia civil (Bauingenieurwesen) und engenharia ambiental (Umweltingenieurwesen) besuchen (in Portugiesisch), sowie ein englischsprachiges Projekt zur urbanen Planung Curitibas im November absolvieren.

PUCPR Campus und Vorlesungsplan

Langsam neigt sich mein Sprachkurs am Celin auch schon wieder dem Ende zu. Gestern gab es noch eine Capoeira-Veranstaltung (Ropa de Capoeira) für die Sprachschüler. Besonders interessant war die Begegnung einiger Koreaner mit Brasilianern. Wie schon erwähnt gibt es am Sprachzentrum viele Koreaner und einige von ihnen können relativ gut Capoeira, zumindest eine Art Capoeira à la Korea. Quasi eine Mischung aus Tae-Kwon-Do und Capoeira.

Ropa de Capoeira im Celin: Brasilien vs. Korea

Natürlich ist Curitiba bekannt für sein innovatives ÖPNV-System, besonders für die Bus-Tubes. Das Ein- und Umsteigen funktioniert ähnlich wie bei U-Bahn-Systemen, nur oberirdisch. Es gibt einen einheitlichen Fahrpreis, egal ob man nur eine Station fährt oder in die Peripherie. 2,20 R$ montags bis samstags und 1,00 R$ sonntags. In der Stadt an sich gibt es kein Schienensystem für den Personenverkehr, lediglich eine Touristen-Verbindung vom Bahnhof (rodoferroviaria) zum Meer mit dem Serra Verde Express.

Shopping Estação & Bustubes

muito mais frio

Die ersten Tage in Curitiba waren relativ warm und sonnig bei 15 - 20° C, eigentlich zu warm für diese Jahreszeit wie viele Curitibanos meinten. Inzwischen ist es jedoch leider wieder stark abgekühlt auf 8° C mit häufigen Regenschauern. Da hilft es nur sich mit viel Tee, zwei Pullovern und Bettdecken warm zu halten. Zumal mein Zimmer keine Heizung hat, jedoch große undichte Fensterschiebetüren zum Balkon mit Einfachverglasung.

Schon vor Brasilien war ich großer Matetee-Fan und seitdem ich hier matte leão entdeckt habe umso mehr. Den gibt es ganz traditionell lose bzw. im Beutel oder als Softdrink mit Limonen- bzw. Guaraná-Geschmack.

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matte leão

Montags startete mein Portugiesisch-Kurs am Centro de Línguas e Interculturalidade (Celin). Das Zentrum ist untergebracht in der ersten Universität Brasiliens, der Universidade Federal do Paraná (UFPR) in einem sehr schönen historischen Haus. Hier im Celin, sowie in Curitiba an sich, gibt es viele Koreaner. Meine Sprachdozentin meinte es handelt sich dabei um die zweite große Immigrationswelle nach den Europäern im 16. Jahrhundert. Von meiner Wohnung aus ist das Sprachzentrum zu Fuß in gut fünf Minuten zu erreichen, was vier Häuserblocks entspricht.

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Celin (rechts) + Hochhaus-Verdichtung

Inzwischen habe ich auch schon mein Lieblingsrestaurant gegenüber der UFPR gefunden. Es handelt sich, wie könnte es für Südbrasilien anders sein, um eine Churrascaria (Grillrestaurant). Hier gibt es jeden Tag Buffet (mit 20 versch. Salaten und 20 versch. Beilagen) und natürlich auch einen extra Grill mit 12 verschiedenen Fleischsorten, überwiegend vom Rind. Das ganze wird auf langen Spießen über offener Glut gegart. Selten habe ich leckereres Rindfleisch gegessen. Sehr zart und aromatisch. Selbstverständlich kann man sich unbegrenzt Nachschub holen, es gibt Desserts, Tee und Cafe gratis und das ganze für 11,20 Reais (4,90 €). Genau das Richtige bei diesen Temperaturen. Dazu finde ich passt sehr gut ein suco Acaí (schwarz-violetter Saft aus der Frucht einer Palmenart aus dem Amazonas-Gebiet).

Churrascaria

erste Eindrûcke

Gestartet am 9. Juli um 6:20 von Frankfurt (FRA) mit TAP. Zwischenstopp mit einer Stunde Aufenthalt in Lisboa (LIS), dann weiter ca. 10 Stunden nach Rio de Janeiro (GIG) mit TAP, Airbus A330. Ankunft ca. 16:00 Uhr. Von Rio leider nicht viel gesehen, da Sitzplatz im Mittelgang des Flugzeugs und stark bewõlktem Himmel. Dunkel wurde es ab 18 Uhr. Weiter ging es schliesslich um ca. 22:30 mit TAM nach Curitiba (CWB), dem finalen Ziel. Ankunft 0:00 Uhr, Check-out und direkt weiter mit dem Taxi in das nahe gelegene Hotel Dom Ricardo in São José dos Pinhais, einem Vorort von Curitiba.

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São José dos Pinhais bei Nacht

Am nãchsten Tag fuhr mich ein Taxi, bzw. besser gesagt der frõhlichste Taxifahrer den ich je getroffen habe, Richtung Centro zum vorher gebuchtem Zimmer in der Rua João Negrão. Die erste richtige Konversation klappte besser als gedacht. Das lag zum grossen Teil auch an der Motivation des Taxifahrers. Auf mein: "Não falo Português." meinte er nur lautstark und lachend "Fala!" (quasi: "klar sprichst du Portugiesisch"). Vorbei am Parque Náutico und einigen favela-ãhnlichen Vierteln kam ich etwa zwanzig Minuten spãter und 50 Reais (ca. 22 Euro) leichter am Appartment an.

Blick vom Balkon auf die Universidade Federal do Paraná & Rua João Negrão

Das 20 m² Zimmer befindet sich im 10. Stock, incl. Balkon. Bad, Kûche und Aufenthaltsraum teile ich mit drei weiteren Studierenden, einer Brasilianerin, einem Brasilianer und einem Koreaner, den ich bis jetzt noch nicht kennengelernt habe. Es handelt sich um eine Art Serviced-Appartment, mit Empfang, Putz- und Wãscheservice. Das ganze fûr 500 Reais im Monat (siehe Taxipreis oben). Internet soll angeblich auch funktionieren, aber momentan schreibe ich noch von einem Internet Café aus.

Apropos café, café da manhã (Frûhstûck) ist etwas anders als gewohnt (wie so vieles ;) Es gibt wenig Sûsses, eher deftiger mit Kãse und Schinken. Dafûr stimmen die Preise, zwei reichhaltige sanduíches (queijo e presunto) und ein café kosten hier nicht mehr als 3 Reais (1,30 Euro). Und wo ich schon mal bei den Preisen bin, zum Vergleich, eine Flasche Pitú (965 ml) kostet etwa 6 Reais und es gibt noch gûnstigereren Cachaça.

Fussball (WM) spielt hier momentan natûrlich auch eine Rolle, wobei seit dem Ausscheiden der Brasilianer keine so grosse mehr. Denn, was den Deutschen der vierte Stern ist den Brasilianern der sechste (siehe unten). Beides hat nicht geklappt. Aber vielleicht 2014 dann im eigenen Land.

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Public Viewing in Curitiba auf der Rua XV de Novembro